Ein zuverlässiger Brandschutz ist für Industrie, Landwirtschaft und Kommunen gleichermaßen unerlässlich. Wenn die örtliche Hydrantenversorgung nicht ausreicht oder behördliche Auflagen eine zusätzliche Reserve fordern, ist ein Löschwasserbehälter 50 m³ eine der effizientesten Lösungen. Besonders die moderne, flexible Bauweise als oberirdischer Falttank bietet gegenüber klassischen Beton- oder Stahlzisternen erhebliche Vorteile in Bezug auf Kosten, Schnelligkeit und Wartung.
Was ist ein flexibler Löschwasserbehälter 50 m³?
Ein flexibler Löschwasserbehälter (auch Löschwasser-Kissen oder Falttank genannt) ist ein geschlossenes System aus hochfestem, mehrschichtigem Spezialgewebe (PVC/PE). Mit einem Fassungsvermögen von 50.000 Litern dient er als zuverlässige Bevorratung für die Feuerwehr.
Dank seiner technischen Textilien ist der Behälter extrem robust, UV-beständig und hält extremen Temperaturen von -30 °C bis +70 °C stand. Trotz der enormen Kapazität lässt sich der Tank im leeren Zustand kompakt transportieren und innerhalb kürzester Zeit einsatzbereit aufstellen.
Die Vorteile der oberirdischen flexiblen Lagerung
Die Entscheidung für einen flexiblen Löschwasserbehälter 50 m³ bringt eine Reihe von strategischen und wirtschaftlichen Vorteilen mit sich:
- Kosteneffizienz: Die Investitionskosten sind deutlich geringer als bei der Errichtung von unterirdischen Löschwasserbehältern oder Betonbecken. Es entfallen teure Erdarbeiten oder komplexe Genehmigungsverfahren für Massivbauwerke.
- Schnelle Installation: Der Aufbau erfolgt unmittelbar und ohne schweres Gerät. Der Tank ist freistehend und benötigt lediglich eine ebene, tragfähige Fläche.
- Kein Wasserverlust: Durch das geschlossene System gibt es keine Evaporation (Verdunstung). Das Volumen bleibt konstant bei 100 %.
- Sauberes Wasser: Da weder Licht noch Luft an das Wasser gelangen, wird das Wachstum von Mikroalgen oder Larven verhindert. Auch Oxidationsprobleme entfallen völlig.
- Mobilität: Der Tank kann bei Bedarf entleert, zusammengefaltet und an einem anderen Standort wieder aufgebaut werden. Dies macht ihn ideal für Baustellen oder temporäre Veranstaltungen.
Technische Spezifikationen und Maße
Der Löschwasserbehälter 50 m³ ist eine der am häufigsten gewählten Standardgrößen, da er ein optimales Verhältnis zwischen Platzbedarf und Löschwasserkapazität bietet.
| Merkmal | Spezifikation |
| Volumen | 50 m³ (50.000 Liter) |
| Abmessungen (L x B) | ca. 8,53 m x 5,92 m |
| Füllhöhe | ca. 1,45 m |
| Material | Mehrschichtiger Hochleistungskunststoff (PVC/PE) |
| Anschlüsse | Storz A oder B Kupplungen (Saug- und Füllstutzen) |
Einsatzbereiche des 50 m³ Tanks
Ein Löschwasserbehälter dieser Größenordnung findet in vielfältigen Szenarien Anwendung:
- Industrie und Gewerbe: Als Sicherheitsreserve für Logistikzentren oder Produktionshallen, um die Brandschutzauflagen der Versicherer zu erfüllen.
- Landwirtschaft: Schutz von abgelegenen Scheunen, Ställen oder PV-Anlagen auf Freiflächen, wo kein Hydrantennetz existiert.
- Baustellen: Temporäre Sicherstellung des Brandschutzes während der Bauphase von Großprojekten.
- Veranstaltungen: Mobile Löschwasserversorgung für Festivals oder Events auf weiten Flächen.
- Forstwirtschaft: Strategische Platzierung in Waldbrand-Gefahrengebieten zur schnellen Wasserentnahme durch die Feuerwehr.
Frostschutz und Entnahmeoptionen
Ein kritischer Aspekt bei oberirdischen Tanks ist die Frostsicherheit. Der flexible Löschwasserbehälter 50 m³ bietet hierfür drei bewährte Anschlusslösungen:
- Mobile oberirdische Entnahme: Direkt über eine Storz-A-Kupplung mit Absperrschieber. Optional schützt eine wärmeisolierende Manschette das Ventil bei moderaten Minusgraden.
- Frostfreie Entnahme über Hydrant: Hierbei wird eine trockene Rohrleitung unterirdisch zu einem Überflurhydranten geführt (gemäß DIN 14244).
- Anschluss an bauseitige Rohrleitungen: Die Anbindung an ein bestehendes unterirdisches System stellt sicher, dass das Wasser auch bei extremem Frost jederzeit entnommen werden kann.
Selbst bei Eisbildung bleibt das Kernwasser im Inneren des großvolumigen Kissens aufgrund der physikalischen Trägheit der 50.000 Liter lange flüssig und einsatzbereit.
Sicherheit und Wartung
Im Gegensatz zu offenen Löschteichen besteht bei einem geschlossenen Löschwasserbehälter keine Ertrinkungsgefahr für Kinder oder Wildtiere. Zudem entfällt die mühsame Reinigung von Schlammablagerungen oder Laub. Die Wartung beschränkt sich auf eine einfache Sichtprüfung der Anschlüsse und der Außenhülle, was die Betriebskosten minimal hält.




